
Die Stadt Hanau will für den Ausbildungsstart im Jahr 2027 bis zu 29 neue Stellen anbieten und damit ihre eigene Nachwuchsförderung ausbauen. Der Magistrat hat die Planungen gebilligt. Insgesamt sollen zum 1. Oktober 2027 nach aktueller Planung bis zu 65 Auszubildende und Studierende in der Verwaltung tätig sein, darunter bereits laufende Lehrjahre.
Welche Berufe angeboten werden
Das Angebot umfasst klassische Verwaltungsberufe und mehrere duale Studiengänge. Vorgesehen sind Plätze für Verwaltungsfachangestellte, für Fachkräfte in Medien und Informationsdiensten sowie Studienplätze für Bachelor of Arts in Public Administration, Digitale Verwaltung, Soziale Arbeit und Soziale Sicherung und Sozialverwaltungswirtschaft. Außerdem sind feuerwehrtechnische Ausbildungen für Brandmeisterinnen und Brandmeister sowie technische und handwerkliche Ausbildungsplätze geplant. Im kommunalen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service werden unter anderem Ausbildungen zu Kfz Mechatronikerinnen und Kfz Mechatronikern für Nutzfahrzeuge sowie im Straßenbau angeboten.
Motivation und Perspektiven
Hinter dem Ausbau steht die Erwartung, dass der öffentliche Dienst weiterhin unter Fachkräftemangel leidet und in den kommenden Jahren viele Beschäftigte altersbedingt ausscheiden. Oberbürgermeister Claus Kaminsky betont, dass die Stadt als kreisfreie Kommune frühzeitig qualifizierte Fachkräfte gewinnen und langfristig binden wolle. Die Ausbildung bei der Stadt soll sowohl der Personalgewinnung dienen als auch eine gesellschaftliche Aufgabe sein, heißt es aus dem Rathaus.
Bei entsprechender Leistung sind Übernahmen in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse vorgesehen. Im Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service ist mindestens eine halbjährige Weiterbeschäftigung nach Ausbildungsende vorgesehen. Die Stadt plant darüber hinaus berufsbegleitende Weiterqualifizierungen für bestehende Mitarbeitende, um interne Entwicklungspfade zu schaffen.
Einstiegsqualifizierung und Haushaltsvorbehalt
Die Stadt beabsichtigt zudem, Einstiegsqualifizierungen für geflüchtete Menschen, Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen, Personen mit eingeschränkten Deutschkenntnissen und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen anzubieten. Ziel ist es, den Übergang in Ausbildung und Beruf zu erleichtern und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Die Umsetzung der Ausbildungsplanung steht unter dem Vorbehalt, dass die erforderlichen Haushaltsmittel in den Beratungen bereitgestellt werden. In die Planungen wurden die Personalräte der Inneren und Technischen Verwaltung, das Amt für Brand und Bevölkerungsschutz sowie die Gleichstellungsbeauftragten eingebunden, die die Vorhaben unterstützen.
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