Hanauer Hauptfriedhof wird künftig mit eigenem Brunnenwasser versorgt

Hanauer Hauptfriedhof wird künftig mit eigenem Brunnenwasser versorgt
Hanauer Hauptfriedhof wird künftig mit eigenem Brunnenwasser versorgt | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Die Wasserversorgung auf dem Hauptfriedhof in Hanau ist umgebaut worden. Ein neu niedergebrachter Brunnen liefert künftig Grundwasser für die Gießversorgung der Gräber und Grünflächen, damit ist der Friedhof nicht mehr an das städtische Trinkwassernetz angeschlossen.

Technische Maßnahmen und Ablauf

Die Umstellung war vorbereitend und technisch aufwändig. In etwa zwei Jahren wurden ein Brunnen abgeteuft, neue Schächte angelegt und die bestehende Anlage an ein neues Leitungssystem angeschlossen. Ziel war es, die bisherigen Schöpfbrunnen künftig mit Grundwasser zu versorgen.

Gründe für die Umstellung

Die Stadtverwaltung begründet den Schritt mit Ressourcenschonung und Unabhängigkeit. Nach Ansicht der verantwortlichen Stadträtin schafft die neue Lösung eine nachhaltigere Infrastruktur und erspart die Nutzung aufbereiteten Trinkwassers für Bewässerungszwecke. Damit soll die Versorgung der Friedhofsanlagen stabiler werden, zugleich werden städtische Trinkwasserressourcen geschont.

Ausblick und weitere Vorhaben

Hanau plant, das Verfahren an weiteren Standorten anzuwenden. Als nächster Standort ist der Friedhof in Großauheim vorgesehen. Die Stadt führt das Projekt als Teil einer breiteren Initiative, kommunale Einrichtungen nachhaltiger zu betreiben.

Kontext: Friedhofsflächen in Hanau

Die Kommune betreibt insgesamt zwölf Friedhöfe mit zusammen rund 38 Hektar Fläche. Zu diesen Anlagen gehören auch drei jüdische Friedhöfe, von denen in der Innenstadt von Hanau allerdings keine Bestattungen mehr stattfinden. Daneben gibt es weitere frühere Friedhofsflächen, die inzwischen als Parkanlagen genutzt werden.

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