
Die Wasserversorgung auf dem Hauptfriedhof in Hanau ist umgebaut worden. Ein neu niedergebrachter Brunnen liefert künftig Grundwasser für die Gießversorgung der Gräber und Grünflächen, damit ist der Friedhof nicht mehr an das städtische Trinkwassernetz angeschlossen.
Technische Maßnahmen und Ablauf
Die Umstellung war vorbereitend und technisch aufwändig. In etwa zwei Jahren wurden ein Brunnen abgeteuft, neue Schächte angelegt und die bestehende Anlage an ein neues Leitungssystem angeschlossen. Ziel war es, die bisherigen Schöpfbrunnen künftig mit Grundwasser zu versorgen.
Gründe für die Umstellung
Die Stadtverwaltung begründet den Schritt mit Ressourcenschonung und Unabhängigkeit. Nach Ansicht der verantwortlichen Stadträtin schafft die neue Lösung eine nachhaltigere Infrastruktur und erspart die Nutzung aufbereiteten Trinkwassers für Bewässerungszwecke. Damit soll die Versorgung der Friedhofsanlagen stabiler werden, zugleich werden städtische Trinkwasserressourcen geschont.
Ausblick und weitere Vorhaben
Hanau plant, das Verfahren an weiteren Standorten anzuwenden. Als nächster Standort ist der Friedhof in Großauheim vorgesehen. Die Stadt führt das Projekt als Teil einer breiteren Initiative, kommunale Einrichtungen nachhaltiger zu betreiben.
Kontext: Friedhofsflächen in Hanau
Die Kommune betreibt insgesamt zwölf Friedhöfe mit zusammen rund 38 Hektar Fläche. Zu diesen Anlagen gehören auch drei jüdische Friedhöfe, von denen in der Innenstadt von Hanau allerdings keine Bestattungen mehr stattfinden. Daneben gibt es weitere frühere Friedhofsflächen, die inzwischen als Parkanlagen genutzt werden.
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