Schnee und Chaos in Hanau: Stadt räumt vorrangig Hauptverkehrsstraßen, Müllleerungen entfallen

Schnee und Chaos in Hanau: Stadt räumt vorrangig Hauptverkehrsstraßen, Müllleerungen entfallen
Schnee und Chaos in Hanau: Stadt räumt vorrangig Hauptverkehrsstraßen, Müllleerungen entfallen | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Heftiger Schneefall in der Nacht auf Montag hat den Verkehr in Hanau stark beeinträchtigt. Die Stadt setzte den Winterdienst gezielt ein, um die wichtigsten Verkehrsachsen zum Berufsverkehr freizuhalten. Oberbürgermeister Claus Kaminsky zog am Tag nach dem Schneeereignis eine positive Zwischenbilanz und dankte zugleich Einsatzkräften und Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verhalten.

Einsatzlage und Prioritäten

Ab 5 Uhr am Morgen waren 41 Kräfte des städtischen Winterdienstes im Einsatz mit dem Ziel, die Hauptstraßen zur Hauptverkehrszeit so weit wie möglich freizuhalten. Nach Angaben der Stadt wurde bewusst so disponiert, da ein früherer Beginn wegen des weiterhin starken Schneefalls nur kurzzeitige Erfolge gebracht hätte. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Räumung so zu steuern, dass die Hauptverkehrsstraßen zum Start des Berufsverkehrs möglichst befahrbar sind“, sagte Kaminsky.

Vorrangig geräumt werden verkehrswichtige Straßen. Im städtischen Räumplan sind mehr Straßen verzeichnet, als für eine gesetzliche Räumpflicht vorgesehen sind. Untergeordnete Anlieger und Wohnstraßen werden in der Regel nicht winterdienstlich behandelt.

Müllabfuhr und Nachholtermine

Die Schneefälle zwangen die Müllabfuhr, ihre Touren zu unterbrechen. Ab 8.30 Uhr unterstützten zehn Fahrerinnen und Fahrer der Müllabfuhr den Winterdienst, weil die Touren aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden mussten. Auch am Dienstag fielen die Leerungen aus. Die Stadt kündigte an, die Entleerungen bis Ende der Woche und zusätzlich am Samstag nachzuholen. Die Tonnen sollen deshalb stehen bleiben. Diese Regelung gilt gleichermaßen für Sperrmüll.

Personal und weitere Aufräumarbeiten

Am folgenden Dienstag waren laut Stadt erneut 41 Mitarbeitende des Winterdienstes sowie 35 Mitarbeitende der Müllabfuhr im Einsatz, um die Straßen von Restschnee zu befreien. Kaminsky verwies darauf, dass auch gut vorbereitete Konzepte bei anhaltendem Starkschneefall an ihre Grenzen geraten. „Hanau ist Winterfest, aber bei anhaltendem Starkschneefall stoßen auch gut vorbereitete Konzepte an ihre Grenzen“, sagte er.

Pflichten der Grundstückseigentümer

Die Stadt erinnerte Eigentümerinnen und Eigentümer an ihre Pflicht, Gehwege und Überwege bei Schnee und Glätte ausreichend zu räumen und zu streuen. Dabei gelte es besonders auf ältere, behinderte Menschen und Kinder Rücksicht zu nehmen. Es existieren feste Zeiten und Mindestbreiten für die Räumung, diese Regelungen betreffen auch Fußgängerzonen. Die Verwendung von Salz ist grundsätzlich verboten. Verstöße gegen die Pflicht können mit Bußgeldern von bis zu 1000 Euro belegt werden.

Abschließend dankte Kaminsky den Einsatzkräften und appellierte an die Bevölkerung um weiter bestehendes Verständnis und Vorsicht. Er hob hervor, dass Kritik an der Geschwindigkeit der Räumarbeiten bei solchen Wetterlagen zu erwarten sei, sein ausdrücklicher Dank gelte aber den Hanauerinnen und Hanauern, die besonnen mit der Situation umgegangen seien.

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