Klinikum Hanau erhält 1,576,452 Euro für resilientere IT und besseren Schutz vor Cyberangriffen

Klinikum Hanau erhält 1,576,452 Euro für resilientere IT und besseren Schutz vor Cyberangriffen
Klinikum Hanau erhält 1,576,452 Euro für resilientere IT und besseren Schutz vor Cyberangriffen | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Das Klinikum Hanau erhält 1.576.452 Euro aus einem Strukturfonds zur Stärkung seiner digitalen Infrastruktur. Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz übergab den Förderbescheid. Land und Bund finanzieren die Mittel jeweils zur Hälfte. Ziel ist es, zentrale Krankenhausprozesse besser gegen Cyberangriffe und technische Ausfälle abzusichern.

Geplante technische Maßnahmen

Gefördert werden gezielte Maßnahmen zur Erhöhung der Ausfallsicherheit. Vorgesehen sind der Aufbau eines neuen Rechenzentrums mit zwei räumlich getrennten Serverstandorten, eine stärkere Segmentierung der Netzwerke sowie der Einsatz moderner Systeme zur frühzeitigen Erkennung von Sicherheitsvorfällen. Durch redundante Strukturen soll sichergestellt werden, dass vernetzte Medizintechnik und zentrale IT-Dienste auch bei Störungen verfügbar bleiben.

IT Sicherheit als Bestandteil der Versorgung

Die Klinikleitung betont, dass digitale Systeme heute viele Abläufe in der Patientenversorgung steuern und unterstützen, etwa Aufnahme, Diagnostik, Dokumentation und Therapie. Stefan Gröger, Geschäftsführer des Klinikums Hanau, weist darauf hin, dass ein modernes Krankenhaus ohne leistungsfähige digitale Systeme nicht mehr denkbar ist und deshalb die Verantwortung wächst, diese Systeme zuverlässig zu schützen. IT Sicherheit werde damit direkt zu einem Faktor der Patientensicherheit, weil Ausfälle unmittelbare Auswirkungen auf die medizinische Versorgung haben können.

Kontext: zunehmende Bedrohungen und regulatorische Anforderungen

Die Förderung erfolgt vor dem Hintergrund steigender Cyberangriffe auf Gesundheitseinrichtungen und verschärfter regulatorischer Anforderungen, etwa durch KRITIS und NIS2. Gleichzeitig stehen viele Krankenhäuser unter finanziellem Druck. Entwicklungen wie Krankenhausreform, zunehmende Ambulantisierung und Fachkräftemangel verändern die Rahmenbedingungen der Versorgung und erschweren langfristige Investitionsplanung.

Auswirkungen und Ausblick

Die zugesagte Förderung soll dem Klinikum erlauben, Modernisierungsprojekte trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds umzusetzen. Nach Angaben der Klinikführung schafft die Finanzierung den notwendigen Spielraum, um die digitale Infrastruktur langfristig widerstandsfähiger und zukunftsfähig zu machen. Damit werde auch die Grundlage gelegt, neue digitale Anwendungen künftig sicher in die Versorgung zu integrieren und die regionale Gesundheitsversorgung stabil zu halten.

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