
Am 10. März 2026 hat die Stadt Hanau auf dem Marktplatz vor dem Rathaus die tibetische Flagge gehisst. Die Aktion war Teil der Kampagne Flagge zeigen für Tibet der Tibet Initiative Deutschland und erinnert an den Volksaufstand in Lhasa vom 10. März 1959.
Aktion vor dem Rathaus
Die Flagge wehte am Vormittag sichtbar am Rathaus und sollte nach Angaben der Stadt auf Menschenrechtsfragen und die Forderungen nach Selbstbestimmung in Tibet aufmerksam machen. Der Aufstand von 1959 war nach Angaben von Historikern ein massiver Protest gegen die chinesische Kontrolle in Tibet. Er wurde gewaltsam niedergeschlagen und gilt bis heute als wichtigster politischer Gedenktag der tibetischen Gemeinschaft weltweit.
Hintergrund der Kampagne
Die Initiative Flagge zeigen für Tibet wurde 1996 gestartet. Seitdem ruft die Tibet Initiative Deutschland Städte, Gemeinden und Landkreise dazu auf, am 10. März mit dem Hissen der tibetischen Flagge ein Zeichen für Menschenrechte zu setzen. Die Aktion hat sich zu einer der größten kommunalen Menschenrechtsaktionen in Deutschland entwickelt. In diesem Jahr besteht die Kampagne seit 30 Jahren und nach Angaben der Initiative haben sich inzwischen Hunderte Kommunen beteiligt.
Stellungnahme aus der Stadt
Oberbürgermeister Claus Kaminsky erklärte, das Thema bleibe angesichts aktueller Konflikte relevant. Er verwies dabei auf den Krieg in der Ukraine, der seit mehr als vier Jahren andauere. Mit dem Hissen der Flagge wolle die Stadt ein sichtbares Zeichen für Menschenrechte setzen und auf das fortdauernde Ringen um Autonomie und Selbstbestimmung in Tibet hinweisen.
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