
Nach wiederholten Ausfällen in der Wärmeversorgung hat der Hanauer Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri am Montagmorgen 12. Januar die Schule im Pioneer Park und die Kindertagesstätte Pioneer besucht. Vor Ort stellte er fest, dass die Heiztemperaturen wieder im vorgesehenen Bereich liegen und der Betrieb aktuell stabil läuft.
Vorfall und Betroffene
In den vergangenen Tagen kam es im Pioneer Park mehrfach zu Druckabfällen im Netz, wodurch das Temperaturniveau zeitweise deutlich absank. Nach Angaben der Stadt traten Störungen bereits am 1. Januar und am 6. Januar auf. Besonders gravierend war der Druckabfall in der Nacht vom 8. auf den 9. Januar 2026. Von den Ausfällen betroffen waren rund 257 Hausanschlüsse. Auch die Kindertagesstätte Pioneer mit 150 Betreuungsplätzen war zeitweise beeinträchtigt.
Technischer und vertraglicher Hintergrund
Das Heizkraftwerk im Pioneer Park wird von der PionierWerk Hanau GmbH betrieben. Dieses Unternehmen ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Hanau und des Energiekonzerns Getec. Aktuell ist Getec als Hauptanteilseignerin mit der Betriebsführung betraut. Die Stadtwerke Hanau haben nach Angaben der Stadt derzeit keinen direkten Zugriff auf die Anlage.
Stadt strebt klarere Zuständigkeiten an
Als Reaktion auf die unbefriedigende Lage hat die Stadt Hanau die Stadtwerke beauftragt, die vertragliche Ausgangslage zu prüfen und die Übernahme der Betriebsführung sowie der Störungsannahme vorzubereiten. Dieser Beschluss war Teil der jüngsten Magistratssitzung. Bürgermeister Bieri betonte, es sei wichtig, dass die Versorgung im Pioneer Park dauerhaft verlässlich funktioniere, besonders dort, wo Kinder betreut und unterrichtet werden. Ziel der Maßnahme ist eine verlässlichere Störungsbearbeitung und transparente Zuständigkeiten, damit Kunden des PionierWerks vom Kundenservice der Stadtwerke profitieren.
Konkrete Fristen für die Prüfung und mögliche Übertragungen der Betriebsverantwortung wurden in der Mitteilung nicht genannt. Weitere technische Untersuchungen und die Abstimmung zwischen den beteiligten Unternehmen sollen klären, wie schnell eine veränderte Betriebsführung umgesetzt werden kann.
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